Allerdings sind Cluster im regionalökonomischen Verständnis mehr als das bloße Nebeneinander der genannten Funktionen. Von Clustern sollte nur gesprochen werden, wenn tatsächlich aktive Netzwerke zwischen den Akteuren bestehen und es zu direkten Interaktionen, zum Austausch und zur Kooperation kommt. Wenn es eine solche vertikale und horizontale Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette gibt, dann – so die aus empirischen Studien abgeleitete Annahme – entstehen spezifische regionale Stärken, die in Innovationskraft, erfolgreicher Innovationstätigkeit und wirtschaftlicher Dynamik zum Ausdruck kommen. Ein starker Cluster prägt eine Region und verleiht ihr zugleich ein spezifisches Kompetenzprofil.
Zeigt sich nun in der Analyse, dass es zwar die regionale Konzentration von Unternehmen und Institutionen zu einem technologischen Kern gibt, aber keine aktive Vernetzung, dann stellt sich für die Regionalentwicklung die Aufgabe, die Netzwerkbildung zu fördern, damit sich das Clusterpotential entfalten kann.
Auf der Basis dieses Ansatzes wurde die Wirtschaftsstruktur zunächst im regionalen Wirkungsbereich der Bodensee Standort Marketing GmbH untersucht. Darauf aufbauend wurden in einem zweiten Schritt die 10 erfolgversprechendsten Cluster identifiziert. In der Grafik sind die Cluster entsprechend ihrer Bewertung dargestellt.
Für vier dieser Cluster gibt es derzeit Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen der Stärkung und Weiterentwicklung des jeweiligen Schwerpunkts beschäftigen und konkrete Maßnahmen erarbeiten. Für die Supportfunktion Aus- und Weiterbildung, die eine herausragende Bedeutung für alle Cluster hat, wurde ebenfalls eine Arbeitsgruppe gebildet.
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Cluster:
- Lebenswissenschaften und Biotechnologie
- Umwelttechnologie
- Verpackungstechnologie
- Nanotechnologie
- Aus- und Weiterbildung (Supportfunktion).
Interessierte können sich an die
Bodensee Standort Marketing GmbH wenden:
Tel. 0049 7531 8001143
E-Mail unter bettina.kuehn@b-sm.com