Kernkompetenzen der Vierländerregion Bodensee

Vierländerregion Bodensee - Ein Wirtschaftsstandort zeigt Profil

 

Wer kennt sie nicht, die internationale Vierländerregion Bodensee mit den Anrainern Deutschland, Schweiz, Liechtenstein und Österreich, die Region mit der unvergleichlich schönen Landschaft, Kultur und Geschichte. Um nur einige wenige „Highlights“ zu nennen: Die Blumeninsel Mainau, St.Gallen und die Insel Reichenau mit ihren UNESCO-Weltkulturerbestätten, die Pfahlbauten bei Uhldingen, die Konzilstadt Konstanz, die Bregenzer Festspiele, die Nobelpreisträgertagung in Lindau.

Wer aber kennt den Wirtschaftsstandort Bodensee? Wer denkt an Unternehmen wie Nycomed, Nestlé-Maggi, ALCAN, Georg Fischer oder Schiesser, an ZF, MTU, Zeppelin, Dornier oder EADS, an Wolford, Zumtobel, Hilti oder Arbonia Forster, wenn vom Bodensee die Rede ist ? Die Bodenseeregion hat zwar ein positives, aber auch ein sehr einseitiges Image – das Image der Erholungs-, Freizeit- und Ferienregion. Glitzerndes blaues Wasser, schneebedeckte Berge am Horizont und ringsherum Weinstöcke, Obstbäume und Gemüseplantagen! Dies sind einige der dominierenden Vorstellungen, die das Bild von der internationalen Bodenseeregion prägen. So seltsam es klingen mag: Gerade wegen seiner schönen Landschaft und seiner Attraktivität für Urlauber und Erholungssuchende hat es der Bodenseeraum bislang nur unzureichend geschafft, als internationale Wirtschaftsregion in Erscheinung zu treten.

Der Tourismus stellt ohne Frage einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, doch er ist nur eine von mehreren Säulen im wirtschaftlichen Gefüge der Region. Betrachtet man die Wirtschaftsstruktur etwas genauer, so lassen sich einige Kernkompetenzen und Cluster identifizieren, die für hohe technologische Kompetenz und Innovationskraft stehen und die ein bedeutendes Wachstumspotential mit interessanten Zukunftsperspektiven beinhalten.

Im Rahmen der ökonomischen und technologischen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten und des damit verbundenen Strukturwandels haben sich in der Vierländerregion Bodensee einige innovative Technologiefelder herausgebildet. Unterstützt wurde dieser Prozess durch die gezielte Förderung technologieorientierter Existenzgründungen, die Einrichtung von Technologie- und Gründerzentren sowie die überaus erfolgreiche Entwicklung der Hochschulen. Neben der seit langem in der Region ansässigen Großindustrie sind insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen wichtige Motoren bei der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen geworden.

Die Kernkompetenzen der Vierländerregion Bodensee liegen heute in folgenden Bereichen:

Die zielgerichtete Förderung dieser Schwerpunkte und die Kommunikation der vorhandenen Potenziale und Standortvorteile – hierzu gehören neben dem Unternehmens- und Hochschulbesatz auch ein breites Infrastrukturangebot (u.a. Flughafennähe Friedrichshafen und Zürich, Anbindung an das bundesdeutsche, schweizerische und österreichische Autobahnnetz) und die hohe Lebensqualität – machen die Fokussierung auf die besonders leistungsfähige Technologie- und Branchenbereiche notwendig.

Im Rahmen einer differenzierten Clusteranalyse hat die Bodensee Standort Marketing (BSM) hierzu eine richtungsweisende Auswahl getroffen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse werden in der Clusterinitiative Bodensee – CLIB seit 2001 gezielt die Bereiche Umwelttechnologie, Lebenswissenschaften & Biotechnologie, NanotechnologieVerpackungstechnologie und Luft- & Raumfahrttechnologie. Parallel dazu sind in der Vierländerregion Bodensee weitere Cluster entstanden.

Vier Länder Region Bodensee